Italienische Staatsanwaltschaft klagt 21 sogenannte „Mittelmeer-Seenotretter“ an – darunter 10 Deutsche. Jetzt kommt hoffentlich heraus, wie eng diese sogenannten „Seenotretter“ mit den Schleuserbanden zusammenarbeiten. Es war schon lange klar, dass das zufällige Zusammentreffen der Schleuserschiffe mit den mit Migranten besetzten Schlauchbooten vor der libyschen Küste keine Zufälle waren.

Vier Jahre hat die Staatsanwaltschaft der sizilianischen Hafenstadt Trapani ermittelt und jetzt Anklage gegen 21 selbsternannte „Seenotretter“ – darunter 10 Deutsche – erhoben. Sie werden der Schleuserei und der Beihilfe zur illegalen Einreise beschuldigt. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu zwanzig Jahre Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft wirft diesen „Seenotrettern“ unter anderem vor, sich mit Lichtzeichen mit den Schleusern verständigt und von deren Booten Migranten direkt aufgenommen zu haben. Wenn das zutrifft und nachweisbar ist, müsste zur Abschreckung ein Exempel statuiert und die Höchststrafe verhängt werden.

RND > Nach vier Jahren Ermittlung: Italienische Staatsanwaltschaft klagt deutsche Seenotretter an

FAZ > 21 Seenotretter in Italien angeklagt