Vor 150 Jahren Versailles – die Deutschen und ihr gestörtes Identitätsbewusstsein!

Die Deutschen tun sich schwer, wenn es um ihre eigene Identität geht. Im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen Nationalstolz öffentlich zur Schau gestellt wird, hat man in Deutschland immer irgendwie das Gefühl, dass alles, was die Nation betrifft, eher im Verborgenen stattfindet. Schaut man sich dagegen andere Länder an, wird der Unterschied überdeutlich. Egal, ob in Europa, den USA oder anderen Nationen, überall gibt es Nationalfeiertage, die von der Bevölkerung groß begangen werden.

Das Phänomen der Identitätsverleugnung bei den Deutschen ist übrigens noch gar nicht so alt. Begonnen hat alles nach 1945, als sich eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung von der Zeit zwischen 1933 und 1945 distanzierte. Der wiederaufkeimende Nationalstolz – Deutschland das Wirtschaftswunderland – wurde später von Seiten verschiedener deutscher Regierungen mit der Begründung unterdrückt, dass ein Land wie Deutschland, in dem 12 Jahre der Nationalsozialismus herrschte, keinen Nationalstolz besitzen kann und damit hatte sich das mit der eigenen deutschen Identität erledigt.

NZZ > Schwarz-Rot-Gold: In der Frage nach der Nationalsymbolik tut sich Deutschland bis heute schwer