Von der Leyen – seit einem Jahr an der Spitze der EU-Kommission – ohne irgendetwas erreicht zu haben. War auch nichts anderes zu erwarten. Genau wie als deutsche Verteidigungsministerin wird ihre Amtszeit als EU-Kommissarin verlaufen. Bei Amtsantritt große Worte und Pläne, die sich nachher nicht verwirklichen lassen, da sie von Politikern mit mehr Weitblick blockiert werden. Den von vielen beschworenen Zusammenhalt der EU wird von der Leyen deshalb kaum stärken können.

Das Auslaufmodell EU ist schon lange nichts weiter als ein Papiertiger, der nach außen Größe und Stärke zeigt, in Wirklichkeit aber in der großen Weltpolitik nicht viel zu sagen hat. Von der Leyen kann höchstens versuchen zu erreichen, dass nicht ausgerechnet während ihrer Amtszeit das Totenglöcklein für die EU läutet.

Es gibt jetzt schon genug Anzeichen dafür, dass die EU keinen festen Grund mehr unter den Füßen hat. Die Briten haben vernünftigerweise schon die Notbremse gezogen und sich aus der EU verabschiedet. Polen und Ungarn wollen auch nicht so, wie die EU will und einige andere Länder der EU sind auch nur mit enorm großen Geldgeschenken bei der Stange zu halten. Da hat Frau von der Leyen noch einiges vor sich.

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NZZ > Im Streit um die europäischen Grundwerte braucht es Führungsstärke – Ursula von der Leyen hat sie augenscheinlich nicht