Das Problem der AfD – mehr zur Mitte, mehr nach rechts oder gleich nach ganz rechts?

Der innerparteiliche Richtungsstreit wird die AfD noch eine Zeit lang beschäftigen. Wer als nationalkonservative Partei antritt, steht natürlich vor dem Problem – wo bekomme ich meine Wähler her? Wagt man sich zu weit nach rechts, verliert man Sympathisanten aus dem bürgerlichen Lager und orientiert man sich zur Mitte, läuft einem scharenweise die nationalkonservative Anhängerschaft davon.

Diesen Spagat, alle von der bürgerlichen Mitte bis ganz rechts zu bedienen, muss die AfD bis zur nächsten Bundestagswahl irgendwie in den Griff bekommen. Dabei ist wenig hilfreich, dass die innerparteilichen Strömungen sich sehr stark voneinander abgrenzen und wenig Kompromissbereitschaft gezeigt wird.

Man muss Herrn Meuthen recht geben, wenn er auf dem Parteitag vor einer Annäherung an die sogenannten „Querdenker“ warnt. Irgendwann ist auch die Corona-Pandemie vorbei und von diesen Fanatikern wird man nichts mehr hören. Der AfD werden dann allerdings – sollte sie sich offiziell auf die Seite der „Querdenker“ stellen – viele Sympathisanten aus der Mitte, die nichts mit den Querdenkern am Hut haben und sich von Verschwörungstheoretikern im Allgemeinen distanzieren, den Rücken gekehrt haben. Bild Screenshot

DW – AfD-Chef Meuthen hält rechtem Flügel eine Standpauke