Laschet als CDU-Parteivorsitzender – ob das eine gute Wahl war, muss sich erst noch zeigen!

Als Erstes bedeutet die Wahl Laschets eine Fortsetzung der Politik von Angela Merkel und zweitens hat die CDU damit die Chance vertan, der Partei wieder ein konservatives Profil zu geben. Mit Armin Laschet geht das Gewurstel der letzten Jahre ungebremst weiter und wird sich womöglich noch verschlimmern.

Einen kompromisslosen Neuanfang hätte es nur mit Friedrich Merz gegeben, der allerdings nicht genügend Rückhalt in den von Merkel geprägten Parteistrukturen hat. Auf weitere Jahre wird man sich daran gewöhnen müssen, dass die „alte“ CDU nicht mehr existiert und die Partei – die einmal die politische Mitte repräsentierte – immer weiter nach links driftet.

Da auch Laschet in seiner Partei nicht unumstritten ist und es einige hochrangige Widersacher seiner politischen Vorstellungen gibt, wird er es nicht leicht haben, seine oft als zu lasch bezeichnete Politik durchzusetzen. Als Kanzlerkandidat würde er der CDU mehr schaden als nützen, da die konservativen Wähler eine etwas andere Vorstellung von einem Kanzler der Bundesrepublik Deutschland haben.

RND > Mit Laschet als neuem Parteichef ist der Machtkampf in der CDU nicht beendet