Das mit dem Ebenbild Gottes kann man ihm noch durchgehen lassen. Welche Folgerungen er daraus ableitet, ist allerdings diskussionswürdig. Natürlich hat er Recht, wenn er die Zustände in Bosnien und Griechenland bemängelt. Dann aber gleich in einem Rundumschlag die EU und Deutschland für alles verantwortlich zu machen, geht doch einen Schritt zu weit.

Es wäre sicher für alle Beteiligten besser, wenn in diesen Lagern andere Zustände herrschen würden. Ein noch besserer weg, um dieses Problem endlich aus der Welt zu schaffen, könnte darin bestehen, darüber nachzudenken, ob nicht eine einvernehmliche Rückführung in mittlerweile befriedete Teile der Herkunftsländer möglich ist.

Diesen Menschen in ihren Heimatländern zu helfen und die Fluchtursachen vor Ort zu minimieren, sollte mit Unterstützung der EU kein Problem darstellen. In vielen Ländern im Nahen Osten finden keine Kriegshandlungen – oder nur noch in begrenzten Gebieten – mehr statt und können daher als sicher gelten.

WELT > „Jeder Flüchtling ist Ebenbild Gottes“

OOZ > Kauder warnt CDU vor Rechtsschwenk